Wednesday, November 6, 2013

Mario Mandzukic erlöst FCB

FC Bayern München feiert Rekord in Pilsen

Es war kein glanzvoller Abend in Pilsen. Dennoch hatte der FC Bayern München doppelten Grund zur Freude: Der Titelverteidiger der Champions League machte mit 1:0 (0:0) bei Viktoria Pilsen den Einzug ins Achtelfinale bereits am vierten Spieltag perfekt und stellte so nebenbei den Siegrekord des FC Barcelona ein.

Der eingewechselte Mario Mandzukic (65. Minute) sorgte am Dienstagabend beim tschechischen Punktelieferanten für den neunten Königsklassen-Erfolg des FC Bayern in Serie. Dank des makellosen Auftakts mit vier Siegen meisterten die Münchner unbeeindruckt vom neuen Wirbel um Präsident Uli Hoeneß damit die erste Etappe auf dem Weg zur Cupverteidigung locker.

"Wir müssen es schleunigst hinbekommen, dass wir die Anfangsphase nicht so verpennen wie in letzter Zeit. Ich weiß nicht, ob wir glauben, dass es zu einfach geht", mahnte Kapitän Philipp Lahm aber.

Beim FC Bayern kommt keine Freude auf

Denn vor 11 360 Zuschauern zeigte das Team von Pep Guardiola beim tschechischen Meister lange Zeit Dienst nach Vorschrift. In den beiden Partien bei ZSKA Moskau und gegen den ebenfalls schon qualifizierten Tabellenzweiten Manchester City geht es dennoch nur noch um den Gruppensieg. Bei ihrer 17. Champions-League-Teilnahme haben die Münchner bereits zum 16. Mal die erste Phase überstanden und starteten wie zuvor nur 2010/11 mit vier Erfolgen.

"Es war jetzt kein Festival, wir haben uns relativ schwer getan. Wir hatten zu viele einfache Ballverluste", analysierte Toni Kroos. "Wir haben zwölf Punkte nach vier Spieltagen, das ist auch nicht als selbstverständlich anzusehen. Darauf können wir stolz sein." Auch Nationalkeeper Manuel Neuer zeigte sich trotz des eingestellten Rekords nicht zufrieden: "Das ist schön, aber wir hätten uns trotzdem eine bessere Leistung gewünscht."

Pep Guardiola verpokert sich - fast

Erst spät zeigte Hoeneß am Tag nach der zugelassenen Anklage gegen ihn wegen Steuerhinterziehung einen zufriedenen Gesichtsausdruck auf der Tribüne neben Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Auch der Vereinspatron dürfte vor dem Anpfiff erstaunt auf die Rotation von Guardiola geblickt haben: Wie vor zwei Wochen beim lockeren 5:0-Heimsieg bildeten Daniel van Buyten und Diego Contento anstelle von Dante und Jerome Boateng die Innenverteidigung.

Dieses Wagnis wäre schon nach drei Minuten fast nach hinten losgegangen: Nach einem Stellungsfehler brachte Contento Pilsens Stürmer Stanislav Tecl im Laufduell zu Fall, der spanische Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz verweigerte allerdings den fälligen Strafstoß.

Tuesday, November 5, 2013

FC Bayern gewinnt,nach einem glanzlosen spiel

Der FC Bayern ist nach einem glanzlosen 1:0 in Pilsen vorzeitig in die K.o.-Phase eingezogen und hat einen weiteren Rekord aufgestellt. Leverkusen hält mit einem 0:0 Schachtjor Donezk auf Distanz.

20.10 Uhr: Herzlich willkommen

Herzlich willkommen, verehrte Leser, zum vierten Spieltag der Champions League. Bayer Leverkusen muss sich heute bei Schachtjor Donezk beweisen, Bayern München ist nach Tschechien zu Viktoria Pilsen gereist. Beides Gegner, mit denen sich die deutschen Klubs schon am letzten Spieltag auseinandersetzen mussten. Das taten sie überaus erfolgreich: Bayern gewann gegen Pilsen 5:0, Leverkusen siegte 4:0 gegen Donezk.

20.13 Uhr: Morgen Dortmund und Schalke

Am Mittwoch sind dann die anderen beiden deutschen Klubs dran – und die Aufgaben von Schalke 04 und Borussia Dortmund dürften deutlich anspruchsvoller sein. Schalke muss zum FC Chelsea, dem die Knappen zu Hause 0:3 unterlegen waren. Der BVB empfängt den FC Arsenal, der in London 2:1 bezwungen worde. Nicht mit Dabei wird wohl Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels sein, der muskuläre Probleme hat. "Die Chance, dass er nicht spielt, liegt bei 97 Prozent", sagte Trainer Jürgen Klopp. Als Ersatz steht Neuzugang Sokratis bereit. Der Grieche stand schon beim 6:1 gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Freitag für Neven Subotic in der Startformation.

20.18 Uhr: Leverkusen mit allen Stars

Beim peinlichen 0:1 gegen den Tabellenletzten Braunschweig hatte Leverkusen-Trainer Sami Hyppiä einige Stars (unter anderem Kießling und Sam) geschont, nun bringt er die volle Kapelle. So fangen die beiden Teams an:

Donezk: 30 Pjatow – 33 Srna, 5 Kutscher, 44 Rakizki, 13 Schewtschuk – 3 Hübschman, 17 Fernando – 20 Costa, 29 Teixeira, 10 Bernard – 19 Ferreyra. – Trainer: Lucescu

Leverkusen: 1 Leno – 26 Donati, 5 Spahic, 21 Toprak, 17 Boenisch – 8 Lars Bender, 6 Rolfes, 27 Castro – 7 Son, 18 Sam – 11 Kießling. – Trainer: Hyypiä

20.21 Uhr: Bayern ohne Robben

Beim FC Bayern muss Trainer Pep Guardiola auf Arjen Robben (Leistenprobleme) verzichten. Philipp Lahm beginnt im defensiven Mittelfeld.

Pilsen: 1 Kozacik – 27 Rajtoral, 28 Cisovsky, 21 Prochazka, 4 Hubnik – 7 Horava, 10 Horvath – 11 Petrzela, 26 Kolar, 12 Duris – 9 Tecl. – Trainer: Vrba

München: 1 Neuer – 13 Rafinha, 5 van Buyten, 26 Contento, 27 Alaba – 21 Lahm – 25 Thomas Müller, 31 Schweinsteiger, 39 Toni Kroos – 7 Ribéry – 19 Götze.

20.25 Uhr: Götze verdrängt Mandzukic


Mario Götze scheint nach seiner Verletzung endgültig wieder fit und beim FC Bayern angekommen zu sein. Guardiola setzt ihn als Sturmspitze ein, dafür muss Mario Mandzukic auf die Bank.

20.30 Uhr: Beste Chancen für Leverkusen

Schachtjor Donezk hat seit über 30 Jahren vor heimischem Publikum nicht mehr gegen eine deutsche Mannschaft gewonnen. Den letzten Sieg gab es in der Saison 1980/81 gegen Eintracht Frankfurt (1:0).

20.35 Uhr: Bayern auf Rekordjagd

Die Gier des FC Bayern auf Siege scheint unstillbar. In der Bundesliga stellten die Münchner gerade den Rekord des HSV aus den 80er Jahren von 36 Spielen ohne Niederlage ein. In der Champions League kann heute ebenfalls eine Rekordmarke erreicht werden. Der FC Barcelona hat zwischen dem 18. September 2002 und dem 18. Februar 2003 neun Siege nacheinander in der Königsklasse geschafft. Die Bayern haben jetzt acht Siege in Folge.

Die Rückkehr des Javier Martinez

CHAMPIONS LEAGUE VIKTORIA PILSEN BAYERN MÜNCHEN


Javier Martinez kehrt nach zweimonatiger Verletzungspause in die erste Elf der Bayern zurück, als sei er nie weg gewesen. In der Champions League bei Viktoria Pilsen wird der Mann aus Navarra wieder mit von der Partie sein.

Wochenlang ist der FC Bayern von Sieg zu Sieg geeilt, derart eindrucksvoll marschierte der aktuelle Weltmarktführer durch Bundesliga und Champions League, dass Javier Martinez, genau wie sein für 25 Millionen Euro erworbener spanischer Landsmann Thiago Alcantara, fast in Vergessenheit geriet. Natürlich nicht bei seinem Trainer Pep Guardiola, aber durchaus schon in einer breiten Öffentlichkeit.
Philipp Lahm erledigte den Job im defensiven Mittelfeld zur vollen Zufriedenheit seines Vorgesetzten, so gut sogar, dass manch einer den Alleskönner Lahm auch gern im DFB-Team zentral spielen sähe, und der eine oder andere Beobachter fragte sich bereits bang: Gibt es überhaupt noch einen Platz für den super-teuren Martinez in der ersten Hochglanz-Elf der Bayern? Denn im defensiven Mittelfeld hat Guardiola – im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jupp Heynckes – ja lediglich eine einzige Planstelle zu vergeben. Schweinsteiger, Lahm, Thiago und Martinez sind aber bekanntlich vier Männer, also drei zu viel für die eine Position.

Martinez macht die Bayern noch besser

Aber seit dem vergangenen Samstag, dem 2:1-Sieg in Hoffenheim, und pünktlich zum Rückspiel der Königsklasse in Pilsen gibt es keinen Zweifel: Javier Martinez ist zurück, und zwar in einer derart eindrucksvollen Art und Weise, dass jeder sehen kann: Der 25-Jährige, geboren in der nordspanischen Provinz Navarra unweit der französischen Grenze, macht die beste Mannschaft der Welt noch besser.

Der 40-Millionen-Euro-Mann hat in dieser Saison noch nicht besonders oft unter Wettkampfbedingungen Fußball gespielt. Bis zum Spiel in Hoffenheim hatte er nicht ein einziges Mal in der Münchner Startaufstellung gestanden. Wegen Leistenproblemen, die Anfang September schließlich eine Operation nötig machten, hat er zu Saisonbeginn nur ein paar Minuten im Pokal, zweimal kurz in der Bundesliga und am letzten Tag im August gegen den FC Chelsea beim Supercup mitmachen können. Auch da war Martinez erst in der Schlussphase der regulären Spielzeit eingewechselt worden, hatte dazu noch einen Schlag aufs Knie bekommen und nur unter Schmerzen an Knie und Leiste durchgehalten, was ihn nicht davon abhielt, fünf Sekunden vor Ende der Nachspielzeit der Verlängerung den Ausgleich zum 2:2 zu erzielen. Hinterher sagte der stolze Spanier, dieser Abend in Prag werde für ihn „unvergesslich“ bleiben. Aber danach musste er erst einmal unters Messer. Insoweit war die Nacht von Prag in doppelter Hinsicht unvergesslich.

Nach dem notwendigen Eingriff in München folgte eine wochenlange Reha, Muskeltraining für die Oberschenkel und den Rumpf vor allem, erst eine Woche lang hat der 1,90 Meter große und entsprechend kopfballstarke spanische Nationalspieler, der dort keineswegs zum Stammpersonal gehört, erst wieder am Münchner Mannschaftstraining teilnehmen können und war entsprechend „überrascht, dass ich in der Startelf stehe“. Guardiola wusste, warum: „Er ist noch längst nicht fit, aber seine Persönlichkeit ist unglaublich.“ Der Trainer mag der deutschen Sprache noch längst nicht vollständig mächtig sein (wiewohl er schon viel besser deutsch spricht als Martinez), das „un-unglaublich“ formuliert der Katalane aber bewusst mit doppeltem „un“. Aus Hochachtung vor Martinez.

Bayern München: Bosse zufrieden, Pep Guardiola nicht

Die Saison von Bayern München läuft sportlich in allen Wettbewerben erfolgreich, um so mehr überraschte Pep Guardiola mit der Ankündigung von Korrekturen nach dem Erfolg in Hoffenheim. Diese Aussage holte ihn vor dem Champions League-Duell in Pilsen ein.

Was genau er plant, führte Pep Guardiola vor dem Spiel bei Viktoria Pilsen (Dienstag, 20:45 Uhr im Live-Ticker) nicht aus. "Unser Niveau is in the sky und das müssen wir erreichen. Wir müssen immer wieder etwas korrigieren. Ich habe die Verantwortung, nicht nur das Ergebnis zu sehen, sondern auch, wie wir gespielt haben", sagte er mit krächzender, von einer Erkältung geschwächten Stimme.

Bayern-Bosse sind zufrieden

Mit seiner selbstkritischen Meinung stand Guardiola ziemlich alleine da, denn die Verantwortlichen von Bayern München sehen kaum Anlass zu Veränderungen. "Das Konzept ist gut, wir spielen guten Fußball. Ich habe keine Sorge", betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Es sei nicht notwendig, Guardiola reinzureden, ergänzte der Bayern-Boss: "Er hat exklusive Lufthoheit über Taktik und Training, da werden wir sicher nicht irgendwelche Fachratschläge erteilen."

Uli Hoeneß fand die Erklärung für Guardiolas Reflexionen in dessen Charakter. "Er ist Perfektionist. Wenn ein Spiel nicht so läuft, wird er immer gewisse Dinge infrage stellen, er ist nie zufrieden, will nie zur Tagesordnung übergehen", sagte er: "Daran müssen wir uns gewöhnen, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein."

Kapitän Philipp Lahm nahm die Offensive in die Pflicht, der Arjen Robben (Pause nach Leistenproblemen) fehlen wird. "Wir müssen wieder besser und konstanter nach vorne spielen, und wollen auch dominanter auftreten", sagte Lahm, fügte aber an: "Wir sind Tabellenführer und brauchen uns für nichts zu schämen."

BVB schon ein Thema in München

Sogar sehr gut ist die sportliche Lage in allen Wettbewerben, die Diskussionen von Pilsen wirkten da etwas befremdlich. Dass die Bosse trotz der Tabellenführung in der Bundesliga nicht restlos zufrieden sind, belegte eine Aussage von Rummenigge. Mit einem Sieg in Pilsen, der das Achtelfinal-Ticket bedeuten würde, sofern ZSKA Moskau nicht bei Manchester City gewinnt, "könnten wir uns wieder mehr auf die Bundesliga konzentrieren". Denn was dort die Dortmunder aufführen, stört sie doch erheblich in München.

Der BVB lauert einen Punkt hinter den Bayern auf Platz zwei, am 23. November kommt es in Dortmund zum direkten Duell. Dann, betonte Hoeneß, brauche man "kein besonderes Konzept, da braucht man nur an die Tafel schreiben: 'BVB'. Das reicht!" So sehr elektrisiert ihn das Duell schon jetzt, dass er stichelte, Dortmund könne gerne so weiterzaubern wie zuletzt, "aber wir sind Tabellenführer".
Und dennoch: Gewonnen ist, außer dem europäischen Supercup, noch nichts. "Wir trinken nach wie vor Wasser", sagte Rummenigge. Daran dürfte sich auch im Falle des nächsten Rekordes nichts ändern: Wenn der FC Bayern in Pilsen gewinnt, hätte er die elf Jahre alte Marke des FC Barcelona von neun Siegen in der Champions League in Serie eingestellt.

Monday, November 4, 2013

Mit Mühe, Moral und Müller! FCB stellt Rekord ein

Hoffenheim bietet dem FC Bayern lange Paroli - am Ende feiern die Münchner aber einen Arbeitssieg, stellen eine Bestmarke ein und verdrängen den BVB vom Platz an der Sonne.

Sinsheim - Bayern München hat einen knapp 31 Jahre alten Bundesliga-Rekord des Hamburger SV eingestellt. Der Triple-Gewinner setzte sich am 11. Spieltag mühsam 2:1 (1:1) bei 1899 Hoffenheim durch und ist damit seit 36 Punktspielen ungeschlagen. Mario Mandzukic (39.) und Thomas Müller (75.) trafen für den Rekordmeister, der zuletzt am 28. Oktober 2012 gegen Bayer Leverkusen (1:2) ein Ligaspiel verloren hat, und retteten die Tabellenführung vor Borussia Dortmund. Niklas Süle hatte Hoffenheim in Führung gebracht (34.).

Die Münchner sind zudem seit 24 Auswärtsspielen ungeschlagen, zum eigenen Rekord (Dezember 1985 bis August 1987) fehlen noch zwei Begegnungen ohne Pleite. Dagegen müssen die Hoffenheimer, die am Montag in der Verhandlung über das Phantomtor von Stefan Kießling unterlegen waren, weiter auf ihren ersten Sieg gegen die Bayern warten.

Hoffenheim hält die Bayern vom Kasten

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena bestimmten die Münchner in den ersten Minuten die Partie. Die Bayern, die am Dienstag in der Champions League bei Viktoria Pilsen (ab 20:15 Uhr im Liveticker) antreten müssen, konnten sich zunächst aber keine Chancen erarbeiten. Die Hoffenheimer hielten unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw gut dagegen.

Die Gäste, die ohne Arjen Robben, Holger Badstuber, Xherdan Shaqiri, Thiago und Claudio Pizarro auskommen mussten, tauchten in der ersten Viertelstunde nicht einmal erfolgversprechend im Hoffenheimer Strafraum auf. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola, der aufgrund der Rückkehr von Javi Martínez seinen Kapitän Philipp Lahm vom zentralen Mittelfeld auf die Position des rechten Außenverteidigers zurückversetzte, sorgte in der 16. Minute durch Lahm erstmals für Gefahr. Zwei Minuten später scheiterte Müller an 1899-Torwart Koen Casteels.

Die Kraichgauer, bei denen Eugen Polanski und Fabian Johnson fehlten, gerieten dann aber unter Druck. Das Team von Coach Markus Gisdol konnte sich kaum noch befreien. Mario Mandzukic vergab die nächste Bayern-Chance (19.), die Führung der Münchner schien nur noch eine Frage der Zeit. Martínez konnte die nächste Gelegenheit nicht nutzen (24.).

Duell auf Augenhöhe

Auch nach einer halben Stunde hielten die Gastgeber mit Glück und Geschick das 0:0. Dabei waren die Hoffenheimer fast durchgehend in der Defensive beschäftigt, von der sonst so starken Offensive war so gut wie nichts zu sehen. Dennoch gingen die Kraichgauer nach einem groben Patzer von Nationaltorhüter Manuel Neuer bei einer Ecke in Führung. Für den 18 Jahre alten Innenverteidiger Süle war es das erste Bundesligator.

Danach standen die Hoffenheimer mehrfach kurz vor dem zweiten Treffer, die Münchner waren schockiert. Das Tor Mandzukics, der einen Freistoß von Ribéry abfälschte, fiel zu diesem Zeitpunkt überraschend.

Nach dem Seitenwechsel tat sich erst einmal nicht viel. Der Druck der Bayern hielt sich in Grenzen, die Hoffenheimer Konter sorgten kaum für Gefahr. In der 53. Minute vergab der Münchner Dante per Kopf, zwei Minuten später hätte Kevin Volland auf der Gegenseite fast einen Treffer erzielt. Nach einer Stunde war die Partie völlig offen, die Hoffenheimer hatten den Respekt abgelegt.
Müller sorgt für Entscheidung

In der 64. Minute nahme Guardiola überraschend seinen einzigen echten Stürmer vom Platz. Für Mandzukic kam Toni Kroos. Zwei Minuten später scheiterte Volland an Neuer. Auf der Gegenseite vergab Müller per Kopf (71.). Kurz darauf machte es der Nationalspieler nach Vorarbeit Ribérys besser.

Beste Spieler aufseiten der Bayern waren Ribéry und Bastian Schweinsteiger. Bei Hoffenheim konnten Sejad Salihovic und Volland überzeugen.

Uli Hoeneß muss vor Gericht

BAYERN MÜNCHEN ULI HOENESS STEUERHINTERZIEHUNG

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß muss sich in seiner Steueraffäre vor Gericht verantworten. Die Wirtschaftsstrafkammer des Oberlandesgerichts München II lässt die Anklage der Staatsanwaltschaft München II gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung vom 30. Juli 2013 "unverändert" zur Hauptverhandlung zu.

Uli Hoeneß muss sich im kommenden Frühjahr wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II habe die Anklage gegen den Präsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München «unverändert» zugelassen, teilte die Pressestelle des Oberlandesgerichts München am Montag mit. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung von der Zulassung der Anklage berichtet.

Nach Planung des Gerichts muss Hoeneß damit vom 10. März an auf der Anklagebank Platz nehmen. Insgesamt sind vier Verhandlungstermine angesetzt, zudem ist die Vernehmung von vier Zeugen geplant. Die Staatsanwaltschaft München II hatte Ende Juli Anklage gegen den 61 Jahre alten Vereinsboss erhoben.

Hoeneß hatte sich im vergangenen Januar selbst beim Finanzamt angezeigt. Trotz der Affäre behielt Hoeneß seine Posten beim Münchner Triple-Sieger. Einzelheiten zum Anklagevorwurf könnten «aufgrund der besonderen Geheimhaltungspflichten in Steuerstrafverfahren» bis zur Verlesung des Anklagesatzes in öffentlicher Sitzung nicht mitgeteilt werden, erklärte das Gericht am Montag weiter.

Medien: FCB will Torres und Cuadrado

Der FC Bayern München soll laut Medienberichten weitere Zugänge im Blick haben. Dabei handelt es sich offenbar um Oliver Torres von Atletico Madrid und Juan Cuadrado vom AC Florenz.

Wie die spanische "AS" berichtet, schätzt Pep Guardiola den 18-jährigen Oliver Torres und ist durchaus interessiert an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers.
Dieser steht erst seit kurzer Zeit im Profikader der Rojiblancos, spielte sich aber im letzten Jahr mehr und mehr in den Fokus verschiedener europäischer Top-Klubs und erzielte erst kürzlich das schnellste Tor der Primera-Division-Geschichte.

Die größte Konkurrenz kommt dabei wohl vom FC Barcelona. Die Katalanen sollen sich angeblich ein Vorkaufsrecht am spanischen Talent gesichert haben, als sie David Villa an den Ligakonkurrenten abgaben. Spielmacher Torres soll in den nächsten Jahren als Ersatz für Andres Iniesta verpflichtet werden.

Interesse an Cuadrado

Beim zweiten möglichen Neuzugang sollen schon bald erste Gespräche stattfinden. Juan Cuadrado spielt derzeit beim AC Florenz, sein Berater hat aber wohl Termine mit dem FC Bayern und Juventus Turin vereinbart und soll laut "Sky Italia" über einen Wechsel seines Klienten verhandeln. Der 25-Jährige ist auf der rechten Seite variabel einsetzbar und erzielte in dieser Saison bereits vier Tore. Bei einem möglichen Wechsel müssten die Münchner allerdings nicht nur mit dem AC Florenz in Kontakt treten, sondern auch mit Udinese Calcio, das immer noch Anteile am Kolumbianer hält, nachdem dieser den Verein im Sommer 2012 verließ.
Weiter wird berichtet, dass die Bayern bereits im Sommer versucht hätten, Cuadrado in einen Transfer von Mario Gomez miteinzubinden. Dies scheiterte jedoch.